Was der Körper festhält · Workbook

Was der Körper festhält


Wer als Kind gelernt hat, sich klein zu machen, wird auch mit vierzig noch zuerst in der Brust eng, bevor der Kopf mitbekommt, dass gerade jemand eine Grenze überschreitet. Der Körper meldet sich früher als der Verstand und erzählt dabei von Mustern, die lange vor dem heutigen Alltag entstanden sind.

Dieses Workbook geht sieben Stellen nach, an denen sich das besonders deutlich zeigt.

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Sieben Orte:

  1. Der Bauch. Wo Zugehörigkeit sitzt. Bevor ein Kind sprechen kann, weiß sein Bauch, ob es willkommen ist.
  2. Der Kiefer. Wo Worte zurückgehalten werden.Was nicht gesagt werden durfte, beißt man irgendwann zusammen.
  3. Die Schultern. Wo Verantwortung liegt. Man kann jahrelang mehr tragen, als einem zusteht, und es nicht merken.
  4. Der Brustkorb. Wo Nähe entschieden wird. Der Brustkorb entscheidet über Nähe, bevor du es tust.
  5. Die Kehle. Wo die eigene Stimme wohnt. Ein Kloß im Hals ist oft ein Satz, der nicht durchgekommen ist.
  6. Der Rücken. Wo Rückhalt fehlt. Ein Rücken, der sich nicht anlehnen durfte, lernt, sich selbst zu tragen.
  7. Der Boden unter den Füßen. Wo Sicherheit beginnt. Bevor du weißt, wohin du gehst, musst du wissen, dass etwas dich trägt.

So arbeitest du damit

Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen Text, dann folgen drei Schreibfragen und eine Körperübung von wenigen Minuten. Du brauchst keine Matte und keine Vorerfahrung. Du kannst die Kapitel der Reihe nach durchgehen oder mit der Stelle anfangen, die sich gerade am lautesten meldet.

Die Übungen laden dich ein hinzuspüren, auch wenn dort nicht sofort etwas Angenehmes wartet. Wie lange du bei etwas bleibst, entscheidest du.

Dieses Workbook ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion und ersetzt keine therapeutische Begleitung. Wenn beim Hinspüren etwas hochkommt, das größer ist, schreib mir an kontakt@anvea.net.